Fragen zum Artikel?

Jetzt Eva Rinke, Head of Marketing kontaktieren

Remarketing mit Facebook Ads

Remarketing ist eine wirkungsvolle Möglichkeit, ehemalige Website Besucher zurück auf die Seite zu für sie interessanten Produkte oder Angeboten zu lenken. Ein beliebter Weg, das zu erreichen sind Facebook Pixels.

Remarketing bezieht sich auf die Werbemaßnahmen, einen Website Besucher, der keine Conversion getätigt hat, zurück auf die Website zu holen und zum Kaufabschluss zu bewegen. Oftmals dienen dafür Anzeigen, die auf das Interesse und die Bedürfnisse der User abgestimmt sind. Beispielsweise können Shopping-Items, die man in den Einkaufskorb gelegt hat, ohne den Kauf abzuschließen, ausgespielt werden. Solche personalisierten Anzeigen entstehen aus der Verarbeitung personenbezogener Daten, welche beim letzten Besuch auf der Seite gesammelt wurden.

Das Ziel von Remarketing ist von ähnlicher Natur wie bei herkömmlichen Marketing-Kampagnen: User sollen auf die Website gelenkt und dadurch Conversions erzielt werden. Besonders ins Auge gefasst werden beim Remarketing jedoch Personen, die schon einmal mit der Website oder mobilen App der Werbetreibenden interagiert haben. Der große Vorteil hierbei ist, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass der User Interesse an den angezeigten Produkten bzw. Angeboten hat. Oft entscheiden sich User im E-Commerce nicht aktiv gegen den Kauf eines Produktes, sondern werden abgelenkt oder können sich noch nicht final entscheiden. Taucht dann spontan eine passende Anzeige zu dem Produkt, das der User sich angesehen hatte, beispielsweise im Facebook Feed auf, so dient das als spontane Erinnerung und animiert doch noch zum Kaufabschluss. Auch möglich sind gesponserte Nachrichten, die dem User gesendet werden, um ihn auf ein bestimmtes Angebot hinzuweisen.

Remarketing mit Hilfe von Facebook Pixel

Facebook Pixel ermöglicht es, User auf Websites zu tracken und daraus resultierende Daten zu sammeln und zu speichern. Es handelt sich dabei um einen Codeausschnitt, der auf der Website eingebunden wird und dadurch alle User und deren Handlungen erfasst, die auf der Seite unterwegs sind. Facebook SDK funktioniert nach demselben Prinzip und bietet das Tracken von Nutzern auf Apps an. So kann beispielsweise verzeichnet werden, auf welchen Unterseiten der User sich bewegt hat, welche Produkte in seinem Einkaufswagen gelandet sind, aber nicht gekauft wurden oder auch, welche Facebook-Werbeanzeigen ihm ausgespielt wurden bevor er auf die Seite kam. Die gesammelten Informationen sendet Facebook an das Ads Creating Tool, wo sie entsprechend verarbeitet werden können.

Custom Audiences

Aus den gesammelten Daten können nun die Personen zu bestimmten Zielgruppen segmentiert werden, den sogenannten Custom Audiences. Diese werden vor allem anhand der getätigten Handlungen auf der Website oder in der App zusammengestellt. Mögliche Custom Audiences umfassen z. B. alle User, die auf einer bestimmten Unterseite unterwegs waren oder bestimmte Produkte in ihren Einkaufswagen gelegt haben. Custom Audiences können auch dazu dienen, eine ähnliche aber jedoch gänzlich neue Zielgruppe zusammenzustellen. Diese sogenannten Lookalike Audiences werden oft auf Basis der Interessen und Demografie der anderen Zielgruppe bzw. Käufer ausgewählt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit mit bestimmten Anzeigen Erfolg bei einem neuen Publikum zu haben.

Dynamic Ads 

Besonders beliebt sind Dynamic Ads, da es mit ihnen möglich ist, die Anzeigen noch genauer auf die User anzupassen. Sie können spezifische Produkte, Leistungen oder Angebote präsentieren, welche der Nutzer sich schon einmal aktiv auf der Website angesehen hat. Dieses Anzeigenmodell benötigt die Informationen aus Facebook Pixels oder SDK, um perfekt angepasste Anzeigen zu erstellen und ist somit komplexer als die meisten anderen. Der Werbetreibende muss dann seinen Produktkatalog in den Manager hochladen, sodass Facebook selbstständig die passenden Anzeigen für die User zusammenstellen kann. Die Dynamic Ads können dann entweder in Facebook, Instagram, im Audience Network oder im Messenger ausgespielt werden.

Vorteile von Remarketing mit Facebook

  • Es können User erreicht werden, die bereits mit dem Unternehmen bekannt sind
  • Die Bindung von Kunden zu einer bestimmten Marke bzw. einem Unternehmen kann gestärkt werden
  • Anzeigen können entsprechend der Customer-Journey und den tatsächlichen Bedürfnissen der User erstellt werden
  • Personalisierte Werbeanzeigen können ohne manuellen Aufwand produziert werden
  • Die Werbeplattform ist sehr groß, da täglich mehrere Millionen Menschen in sozialen Netzwerken unterwegs sind
  • Reichweite des Unternehmens und vor allem Conversion-Rate können erhöht werden
  • User, die einen Kauf getätigt haben, können von der restlichen Zielgruppe separiert werden, sodass sie keine Anzeigen mehr präsentiert bekommen
  • Die Wahrscheinlichkeit erfolgloser Klicks ist bei Remarketing aufgrund des hohen Interesses sehr gering, wodurch der ROI stark erhöht werden kann.

Facebook Remarketing und Datenschutz

Die tatsächliche Verwendung von Facebook Remarketing ist durch die DSGVO an klare Bedingungen geknüpft. Beim Tracking der User auf den Websites werden personenbezogene statt anonymer Daten erhoben und auch an Facebook-Server in den USA weitergegeben. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Einwilligung des Users einzuholen, bevor das Tracking aktiviert wird. Ein bloßer Hinweis in der Datenschutzerklärung reicht dafür nicht aus, da dieser nicht mit einer eindeutigen Zustimmung gleichstellbar ist. . Zum anderen sollte jederzeit für den User die Möglichkeit bestehen, seine Zustimmung für das Tracking zurückzuziehen. Besteht noch eine Liste mit einer Zielgruppe ohne diese Einwilligung (z.B. aus Zeiten vor den neuen Datenschutzrichtlinien), so sollte auch diese sofort gelöscht werden und darf nicht mehr zu marketingtechnischen Zwecken genutzt werden. Darüber hinaus muss die Verwendung von Custom Audience und Facebook Pixels in der Datenschutzerklärung der Website aufgeführt sein. Dazu gehören Umfang, Zweck, Rechtsgrundlage und Möglichkeit des Widerspruchs auf Datenerhebung. Bei der Datenerhebung muss die IP-Adresse anonymisiert, sowie auf die notwendigen Daten zu Geschäftszwecken beschränkt werden.

Fazit

Facebook Pixels ist eine wirkungsvolle Möglichkeit, interessierte User zu bestimmten Angeboten oder Produkten auf einer Website zurück zu lenken. Ein großer Vorteil ist, dass die ausgespielten Anzeigen genau auf Interessen und Bedürfnisse der Nutzer angepasst und somit mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich sind. Dabei sollte jedoch der Datenschutz keinesfalls außer Acht gelassen werden. Sicher ist, dass man sich im Vorfeld eingehend mit der Allgemeinen Datenschutzverordnung (DSVGO) befassen sollte. Eine rechtliche Beratung im Zusammenhang mit dem korrekten Einsatz ist unbedingt empfehlenswert.

Sie benötigen Hilfe im Marketing?

Unsere Experten beraten Sie gerne. Kontaktieren Sie uns jetzt.

Agentur

Leistungen

Beratung, Konzeption, Design, Programmierung, Online-Marketing uvm. Finden Sie hier einen Überblick über unsere Leistungen.

Leistungen ansehen

Showcase

Showcases

Unsere Showcases und Projekte der letzten Jahre: kleine wie große, einfache wie komplexe Projekte. Hier gibt es eine Übersicht.

Showcase zeigen

Agentur

Jobs

Bock auf einen neuen Job? Wir freuen uns auf Bewerbungen! Folgende Stellen sind derzeit zu besetzen.

Aktuelle Jobs anzeigen