12.03.2021

Google Universal Analytics vs Analytics 4

Im Oktober 2020 hat Google die neue Tracking-Property Analytics 4 (GA4) gelauncht. Der Nachfolger von Universal Analytics (UA) ermöglicht eine Tracking-Zukunft ohne Cookies und legt den Fokus auf Nutzer und Machine Learning. Doch das sind längst nicht alle Neuerungen.

Ob beim Staubsauger, der elektrischen Zahnbürste oder eben eine neue Tracking-Property: Weiterentwicklungen kommen im günstigsten Fall mit neuen Features daher, die das Leben erleichtern und das Nutzererlebnis verbessern. Oft muss man sich aber auch von ein paar lieb gewonnen Features verabschieden. So auch bei Google Analytics 4. Wir zeigen, welche Unterschiede zum aktuellen Universal Analytics bestehen.

Unterschiede: Google Analytics 4 und Universal Analytics

Der wohl größte Unterschied: Bei GA4 liegt der Fokus auf dem Nutzer, bei UA auf Sitzungen. Die Analyse fokusiert sich nicht mehr auf allgemeine KPIs wie Seitenaufrufe, sondern geht bereits im ersten Schritt tiefer. Klicks und Scrolling-Aktivitäten werden standardmäßig angezeigt. GA4 ermöglicht in Zukunft cookieless Tracking, bei UA funktioniert das Tracking nur mit Cookies. Wie genau sich dieses Tracking mit den Bestimmungen der DSGVO deckt, bleibt abzuwarten. Auch das Analysetool Matomo, welches eigentlich mit dem Ziel gestartet ist, keinen Cookie-Consent zu benötigen, steht aktuell vor einem ähnlichen Problem. Sehr interessant ist hingegen, dass GA4 beim Tracking auf integriertes Machine Learning statt auf einfache ML-Algorithmen setzt. Man kann gespannt sein, wie dieser Faktor die Analysegenauigkeit beeinflusst. Statt Filtermöglichkeiten auf Propertyebene und Datenansichten, kann in GA4 nur auf Berichtsebene umfangreich gefiltert werden. Die Analysemöglichkeiten sind in Google Analytics 4 insgesamt komplexer, die Filtermöglichkeiten hingegen eingeschränkter als in UA. Statt der oberflächlichen Echtzeitanalyse (UA) bietet GA4 eine detaillierte Echtzeitanalyse. Ein weiterer Punkt ist die Länge der Datenaufbewahrung. Diese ist bei GA4 nur noch 2 oder 14 Monate möglich, bei UA war dies deutlich längerfristiger (14, 26, 38, 50 Monate) möglich. Erfreulich hinsichtlich der Einbindung ist die Änderung bezüglich der IP-Anonymisierung. Diese ist in GA4 bereits standardmäßig eingebaut, in UA muss IP-Anonymisierung manuell integriert werden.

Vorteile von Google Analytics 4

Während vor allem das Verschwinden der Filter und der Datenansichten in Google Analytics 4 von vielen Anwendern als gewöhnungsbedürftig empfunden werden dürfte, bietet GA4 aber auch Reihe von Vorteilen für Nutzer und Unternehmen.

  • Daten können laut Google auch ohne Cookies und andere Identifier erhoben und gesammelt werden.
  • Machine Learning Algorithmen verbessern die Datenanalyse.
  • Modellierungssansätze schließen Lücken bei fehlenden Daten und helfen User-Verhalten zu prognostizieren.
  • Bessere Visualisierung der Daten durch eine Vielzahl von Darstellungsoptionen und Diagrammen.
  • Verbessertes Data Control (sammeln, aufbewahren, teilen oder löschen von Daten) und standardisierte Anonymisierung von Daten (IP-Adresse der Nutzer).
  • 6 standardisierte Interaktionen in Data-Streams von Google Analytics: Neben Seitenaufruf, z. B. Scrolls und Klicks auf externe Links.
  • Daten sind plattformübergreifend vergleichbar.

Fazit

Google Analytics 4 bietet Unternehmen und Webseitenbetreibern neue Möglichkeiten der Datenerfassung und Analyse. Der Tracking-Fokus auf die Nutzer und die plattformübergreifende Datenerfassung helfen dabei, das eigene Publikum noch besser zu verstehen und letztlich noch zielgruppengerechtere Angebote zu machen. Deswegen sollten sich Unternehmen, Website-Manager, Blogger und alle, für die es auch zukünftig essentiell sein wird, ihr Publikum zu kennen, mit GA4 vertraut machen – und zumindest parallel zum bekannten Universal Analytics nutzen. Wie immer sollte aber beim Website-Tracking das Thema Datenschutz mit höchster Priorität behandelt werden.

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