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Suchmaschinen

Suchmaschinen sind die zentralen Touchpoints beim Einstieg in die digitale Welt. Egal, ob man eine bestimmte Website sucht, Öffnungszeiten einer Arztpraxis, Speisekarten einer Pizzeria oder aber die Antwort auf eine bestimmte Frage – der erste Weg führt immer über die Suchmaschine.

Suchmaschinen sind Fluch und Segen der digitalen Welt. Sie liefern im beinahe unübersichtlichen Dschungel digitaler Inhalte dringend benötigte Struktur und ordnen die virtuellen Weiten des World Wide Web in begreifbare Ergebnisse. Andererseits haben sie mittlerweile fast eine Monopolstellung – zumindest eine der Suchmaschinen. Wer im Netz nicht weiter weiß, steigt über Suchmaschinen ein. Dadurch können Suchmaschinen die Kommunikations- und Informationsqualität sehr stark steuern.

Wie funktionieren Suchmaschinen?

Suchmaschinen sind Programme, die dem Nutzer helfen das Internet zu durchsuchen. Es werden je nach eingegebenem Suchbegriff relevante Inhalte aus vielen diversen Datenbanken herausgesucht und aufgezeigt. Hierbei werden die verschiedenen Seiten nach Keywords durchsucht, wodurch dem Nutzer eine gezielte Suche ermöglicht wird. Die Datenbeschaffung läuft automatisch durch einen Webcrawler ab. Dieser scannt die Websites regelmäßig auf Inhalte und relevante Suchbegriffe.

Die Platzierung dieser Keywords ist Teil der Suchmaschinenoptimierung. Je exakter die Keywords platziert werden und je relevanter die Seite für die jeweilige Suchanfrage ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, sehr weit vorne in den Suchergebnissen platziert zu sein.

Suchmaschinen im Vergleich

Theoretisch gibt es mehrere Wettbewerber im Suchmaschinen-Markt, faktisch dominiert jedoch Google den Markt. Die amerikanische Suchmaschine Google ist weltweit am erfolgreichsten, mit einem Marktanteil von 67,14 Prozent. Bing, die Suchmaschine von Microsoft folgt mit einem Anteil von 14,63 Prozent dicht gefolgt von der chinesischen Variante, Baidu, mit 14,22 Prozent.

Google

Die in 1997 veröffentlichte Suchmaschine wird global verwendet. Vor allem mit der Universal Search Funktion unterscheidet sich der Marktführer von der Konkurrenz. Such-Treffer werden automatisch mit verschiedenen Google-Diensten verknüpft. Dazu gehört beispielsweise Google Maps, wodurch man bei der Suche direkt den gewünschten Ort auf einer Karte sieht und auch eine Route planen oder mit der Street View Funktion sich den Ort genauer anschauen kann. Andere Beispiele von Google-Diensten wäre der Google Übersetzer oder auch die allgemeine Mediensuche. Google hat sich mittlerweile von einer reinen Suchmaschine zum zentralen Serviceanbieter für digitale Dienste entwickelt. Im erweiterten Sinne stellt YouTube, das Videoportal von Google, ebenfalls eine Suchmaschine speziell für Videoinhalte dar. Die Systematik ist ähnlich wie bei der regulären Inhaltssuche. Die Kombination aus Google Websearch und YouTube sorgt für den beinahe monopolistischen Marktanteil.

Bing

Die Suchmaschine von Microsoft, welche 2009 auf den Markt kam, versucht sich durch besondere Funktionalität von Google abzusetzen. Besonders die Bild-Funktionen sind speziell, wie beispielsweise die Bilderweiterungen bei Werbeanzeigen. Bing benutzt Bilder bei der Anzeige von Such-Treffern. Die Multi-Image-Erweiterung verstärkt diese Funktion, indem bis zu fünf Bilder gleichzeitig angezeigt werden. Diese Funktion ist momentan zwar nur in den USA erhältlich, aber wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch global umgesetzt. Für die Seitenoptimierung bedeutet diese Systematik, dass nicht nur Inhalte, sondern auch grafische Elemente gepflegt werden müssen. Eine weitere Funktion bei Werbeanzeigen ist die Aktionserweiterung. Nutzer können, ohne auf einen bestimmten Treffer zu klicken bereits eine Handlung ausführen, wie zum Beispiel das Reservieren bei einem Hotel oder einem Restaurant. 2016 kaufte Microsoft das Netzwerk LinkedIn, welches auch bei der Suchmaschine eingebunden wurde. So können Werber ihre Produkte auf die Nutzer des Netzwerkes direkt abstimmen.

Baidu

Im Jahr 2000 wurde die Suchmaschine Baidu in China entwickelt und veröffentlicht. Im Herstellungsland ist Baidu Marktführer und hat ähnliche Funktionen wie Google. Eine Besonderheit ist jedoch die MP3-Suchfunktion. Zudem hat Baidu ebenfalls ein diverses Angebot an Diensten, wie Baidu Tieba, ein soziales Netzwerk, oder Baidu Baike, eine eigene Enzyklopädie vergleichbar mit Wikipedia.

Mit diesen drei Playern ist der Markt fast aufgeteilt, kleine Nischen-Suchmaschinen wie Yandex, DuckDuckGo, Ask versuchen noch ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Eine Suchmaschine, welche sich in der Mitte dieser Anbieter befindet, ist Yahoo. Die amerikanische Suchmaschine, welche zu den Pionieren des Internets gehört, hat über die Jahre stark an Popularität verloren.

Yahoo

Die Aufgabe von Yahoo war zu Beginn nur die Ordnung von Webkatalogen, um sich im World Wide Web orientieren zu können. Die Leistung des Dienstleisters erweiterte sich jedoch um zahlreiche Funktionen wie E-Mail-Konten oder Kalender-Einstellungen. Yahoo hat zudem diverse Partnerschaften, beispielsweise mit Twitter, geschlossen, um mit dem Wandel der Zeit zu gehen. Trotz den vielen Anstrengungen hat es Yahoo jedoch nicht geschafft, mit den Konkurrenten mitzuhalten. Das wahrscheinlich größte Problem war der Umgang mit Nutzerdaten. In den Jahren 2012 bis 2013 musste Yahoo mit einer Menge an Datenschutz-Skandalen kämpfen. Journalisten beschuldigten das Unternehmen, Daten an die chinesische Regierung weiterzuleiten und somit gegen diverse Rechte zu verstoßen. Zudem gab es mehrere Angriffe von Hackern, da die Daten der Nutzer nicht ausreichend gesichert wurden. Einer der bekanntesten Skandale war im Jahr 2013, als der Whistleblower Edward Snowden bekannt gab, dass die National Security Agency (NSA) Daten durch E-Mail-Konten überwachte. Dies beschädigte das Vertrauen der Kunden, wodurch immer weniger Nutzer die Suchmaschine benutzten. Erkennbar ist dies auch klar am Umsatz, welcher von 7.208,5 Millionen US-Dollar im Jahr 2008 auf nur 4.618,13 Millionen US-Dollar im Jahr des Skandals sank. Anfang 2020 kam es endgültig zu dem Entschluss, Yahoo aufzulösen.

Auch wenn Google momentan mit großem Abstand an der Spitze steht, werden weiterhin neue Suchmaschinen entwickelt, um Alternativen für die Nutzer zu bieten. Beispiele dafür wären Ecosia und Neeva.

Ecosia

Ecosia ist eine deutsche Suchmaschine, die 2009 gegründet wurde und ein ökologisches Ziel verfolgt. Bei jeder Suchanfrage wird ein kleiner Betrag an Naturschutzorganisationen gespendet. Man braucht ungefähr 45 Anfragen, um einen Baum pflanzen zu können. Somit wird rund 80 Prozent des Einnahmeüberschusses gespendet. Ecosia benutzt die Technologie von Bing, um das Internet nach relevanten Schlagwörtern zu durchsuchen. Auf der Website des Unternehmens können Nutzer zudem nachvollziehen, wo genau die Gewinne verwendet werden und wie viele Bäume bereits gepflanzt wurden. Insgesamt wurden bereits über 66 Millionen eingepflanzt.

Neeva

Auch Neeva, entwickelt von dem ehemaligen Google-Werbechef Sridhar Ramaswamy, ist ein klarer Gegensatz zu den bekannten Suchmaschinen. Bei der neuen Suchmaschine, die Stand Juni 20 nur als Beta-Version existiert, sollen keine Daten gesammelt und keine Werbung angezeigt werden. Neeva wird über Abonnements finanziert werden, wobei ein fester Preis noch nicht festgelegt wurde. Der Preis soll jedoch auch im Laufe der Zeit gesenkt werden, sobald mehr Nutzer auf die Suchmaschine zugreifen. Außerdem liefert die Suche dem Nutzer hilfreiche Webseiten oder weitere Inhalte für das gesuchte Keyword, einzelne Produkte sollen nicht per Werbung angezeigt werden.

Suchmaschinenwerbung

Suchmaschinenwerbung ist ein Mittel, um kurzfristig auch zu sehr wichtigen Keywords Sichtbarkeit zu erlangen. Hierbei werden spezielle Anzeigen auf die gewünschten Keywords geschalten. Die Anzeigen werden über den ersten organischen Suchergebnissen ausgespielt. Während Suchmaschinenoptimierung eine eher langfristige Maßnahme ist, führt Suchmaschinenwerbung sehr schnell zu den gewünschten Resultaten – sofern das Budget ausreichend kalkuliert wurde.

Fazit

Mit Web-Vitals hat Google ein einheitliches Bewertungssystem für die Qualität einer Seite erschaffen. Die Qualität User Experience kann somit genau gemessen und auch ausgewertet werden. Dadurch, dass verschiedene Aspekte bemessen werden, können Elemente, die sich negativ auf die UX auswirken, herausgefiltert und entsprechend angepasst bzw. verbessert werden. Mithilfe dieses Bewertungssystems kann somit das Nutzererlebnis einer Website qualitativ optimiert werden.

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