Facebook auf einem Laptop geöffnet

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Neues Facebook Transparenz Tool

Facebook ist eine Datenkrake. Daran haben wir uns ja schon irgendwie gewöhnt. Ganze Berufsgruppen profitieren sogar davon. Bis jetzt war aber nicht ersichtlich, wie Facebook an Userdaten gelangt. Das ändert sich nun.

Schon vor einiger Zeit kündigte Mark Zuckerberg eine neue Funktion an, mit dem Facebook-Nutzer die Daten, die über sie gespeichert werden, säubern und bereinigen können. Nun ist sie endlich da: „Aktivitäten außerhalb von Facebook“ sollen das Geheimnis lüften.

Mit diesem neuen Tool können sich User eine Übersicht über Webseiten und Apps, die häufig Daten mit Facebook austauschen, erstellen lassen. Das Unternehmen selbst definiert die Aktivitäten als „Informationen, die Unternehmen und Organisationen über deine Interaktionen mit dem Unternehmen teilen.“ Solche Interaktionen sind zum Beispiel:

  • der Besuch der Website
  • das Öffnen einer App mit Facebook
  • das Suchen oder der Kauf von Artikeln
  • das Ansehen von Inhalten
  • das Hinzufügen eines Artikels zum Einkaufswagen

Bei dem ein oder anderen wird dieser Content für Aufruhr sorgen, denn oftmals sind es Hunderte Dienste, die den Social Media Riesenkonzern tagtäglich mit Informationen füttern. Noch dazu sind die Auflistungen nicht einmal vollständig. Denn „aus technischen Gründen und aus Gründen der Zuverlässigkeit zeigen wir nicht alle Aktivitäten, über die wir informiert wurden“, äußerte sich das Unternehmen. Unter solchen unveröffentlichten Informationen versteht man „unter anderem Informationen, die wir erhalten haben, während du nicht bei Facebook angemeldet warst oder Situationen, in denen wir nicht überprüfen können, ob du auf einem bestimmten Gerät zuvor Facebook verwendet hast."

Das Transparenztool ist also doch nicht ganz transparent…

Wie kommt Facebook an diese Informationen?

Dies lässt sich leicht erklären: beim Besuch einer Website oder der Verwendung einer App, können die Anbieter mithilfe von Business-Tools Informationen zu den Aktivitäten mit Facebook teilen. Facebook nutzt diesen Content, um für den User personenbezogene Werbeanzeigen zu schalten. Der Konzern bietet zur Veranschaulichung folgendes Beispiel:

(Quelle: Facebook)

Wie können User dieses Tool anwenden?

Über den Tab „Einstellungen“ gelangt der User auf „deine Facebook-Informationen“, der ihn zu den „Aktivitäten außerhalb von Facebook“ führt. Mit „deine Aktivitäten außerhalb von Facebook verwalten“ erhält man eine Auflistung von Apps und Websites. Wem das allerdings noch nicht reicht, kann sich über den Reiter „deine Informationen herunterladen“ noch mehr Detailinformationen mit Ort und Datum ausspucken lassen.

Es ist nicht verwunderlich, dass diese neue Form von mehr Transparenz auch mehr Aufruhr über die personengespeicherten Daten bringt. Mark Zuckerberg beabsichtigte damit jedoch „mit mehr Kontrolle über die eigene Privatsphäre ins neue Jahrzehnt“ zu starten und die Nutzer damit aufzufordern, ihre Privatsphäre-Einstellungen zu checken.

Der User kann das Kontroll-Tool allerdings auch für sich nutzen

Möchte man, dass bestimmte Anbieter zukünftig keine Daten mehr an Facebook ausliefern und derartige personenbezogene Facebook-Anzeigen auf der Startseite erscheinen, so kann man mit dem aufgelisteten Logo jeweils auf „Nutzung künftiger, durch … erfasster Aktivitäten deaktivieren“ klicken und somit werden fortan diese Informationen über deine Aktivitäten nicht mehr mit deinem Facebook Konto verknüpft.

Um diese Einstellung für alle Websites und Apps anzuwenden, klickt man auf „künftige Aktivitäten verwalten“ und kann über „Speichern deiner künftigen Aktivitäten“ alle gesammelt deaktivieren.

Fazit

Sogar bei Facebook sieht man ein, dass das allgemeine Bewusstsein der Nutzer hinsichtlich des Datenschutzes stark ansteigt. Die Goldgräberstimmung dürfte damit relativ vorbei sein. Um den Dienst noch so lange wie möglich nutzen zu können, bedient Facebook mit diesem Tool die Nachfrage nach mehr Transparenz. Das kann jedoch nur ein erster Schritt sein. Speziell im europäischen Raum werden Facebook, aber auch Google und Konsorten weitere Schritte Richtung Datenschutz unternehmen müssen.

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