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Microsoft Mixer

Wird das Streaming-Portal ein ähnlicher Flop wie das neue Windows Phone oder doch eine echte Alternative zum Streaming-Monopolisten Twitch?

Mixer ist eine Streaming Plattform für Gamer. Entstanden ist die Plattform im November 2014, damals noch unter dem Namen „Beam“. Die Beta Version folgte im Februar 2015 und die offizielle Gründung am 05. Januar 2016. Bereits im August 2016 wurde Beam von Microsoft aufgekauft und für die Plattformen Xbox One und Windows 10 bereitgestellt. Aufgrund fehlender globaler Rechte am Namen Beam erfolgte die Namensänderung zu Mixer im Mai 2017.

Mixer bietet die klassischen Elemente einer Streaming-Plattform – on-demand-Inhalte, Liveübertragungen und Kommentarfunktion – bietet im Vergleich zur Konkurrenz jedoch einen entscheidenden Vorteil. Zuschauer können durch Abstimmungen oder Beeinflussung des Gameplays mitunter aktiv in das Geschehen eingreifen. Damit wird das klassische Sender - Empfänger Verhältnis aufgelöst, Rezipienten können somit auch zu Akteuren werden.

Zielgruppe und Nutzerzahlen

Mixer hat eine ähnliche Zielgruppe wie Twitch. Seine Benutzer sind überwiegend relativ junge männliche Gamer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren.

Mixer hat immer noch weit weniger Nutzer als Twitch oder YouTube Gaming. Zum Vergleich:

  • Mixer hat monatlich 10 Millionen aktive Benutzer
  • Twitch hat 100 Millionen aktive Benutzer pro Monat
  • YouTube Gaming hat monatlich 1,5 Milliarden aktive Nutzer

Mixers monatliche Visits

Quelle: similarweb.com

Im August 2019 gab es einen deutlichen Anstieg der Zuschauerzahlen bei Mixer, der jedoch fast ausschließlich auf den Beginn des Ninja-Streamings auf der Plattform zurückzuführen ist. Danach pendelten sich die monatlichen Zuschauerzahlen bei durchschnittlich 15 Millionen Usern ein. Die Nutzerzahlen haben sich bis heute also nicht verändert. Ninja war der erste Streamer von Mixer, der 1 Million Abonnenten erreichte, und dass innerhalb einer Woche nach dem Löschen seines Twitch Accounts.

Neben der geringeren Zahl der Nutzer liegt Mixer auch bei den Streamern zurück.

  • Mixer hat 69.000 Streamer
  • YouTube Gaming hat 750.000 Streamer
  • Twitch hat 1,5 Millionen Streamer
     

Warum ist Mixer trotz der niedrigeren Reichweite einen Blick wert?

Gerade die geringe Reichweite ist ein interessanter Faktor. Das Gefühl, einer Minderheit anzugehören und sich im Stream in einer privaten Gemeinschaft mit anderen Usern unterhalten zu können, macht den Streamingdienst Mixer reizvoll. Aus technischer Sicht ist zudem eine Besonderheit bei Mixer sehr erwähnenswert: Die geringe Latenz des Streams, also der Abstand zwischen Senden und Empfangen von weniger als einer Sekunde. Diese liegt bei anderen Streaming Plattformen zwischen 10 und 20 Sekunden. Streamer und Zuschauer können über Mixer also wesentlich besser kommunizieren. Der Mutterkonzern Microsoft wird auch zukünftig alles daransetzen, den Streamingdienst zu pushen. Zahlreiche Marketingformate inkl. einem besonderen Fokus auf Influencer Marketing sind vorstellbar. Mit der zusätzlichen, gerade diskutierten Übernahme von TikTok wird Microsoft ein ernstzunehmender Player im Sektor Social Media und Streaming. 

Fazit

Mixer ist (noch) keine Konkurrenz für Twitch. Ob sich die Streaming Plattform auf dem Markt durchsetzen kann, wird die Zukunft zeigen. Aktuell ist Mixer jedoch vor allem für Gaming Unternehmen ein wertvolles Instrument zur Markenbildung und Kundenbindung und vor allem für Early Adopter interessant.

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