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Remarketing mit Google Ads

Google Ads ist weithin bekannt als beliebtes und wirkungsvolles Mittel, die Sichtbarkeit seines Unternehmens im Web zu erhöhen. Remarketing ist dabei ein Faktor, der nicht vernachlässigt werden sollte. Wir erklären, wie Remarketing funktioniert, welche Vorteile es mit sich bringt und was im Zusammenhang mit aktuellen Datenschutzrichtlinien zu beachten ist.

Remarketing oder Retargeting ist die Maßnahme, gezielt Website-Besucher anzusprechen, die die Seite bereits besucht haben, ohne eine Tätigkeit auszuüben. Eine Tätigkeit oder Conversion kann ein Download, das Ausfüllen eines Kontaktformulars oder, der mit Abstand wichtigste Bereich, ein Kauf sein. Remarketing ist gewöhnlich erfolgsversprechender als reguläre Anzeigenschaltung, ist aber aufgrund Datenschutzbedenken auch mit einem größeren Aufwand verbunden.

Wie funktioniert Google Ads Remarketing?

Ein wesentlicher Bestandteil der Website-Nutzung sind Cookies. Cookies sind kurze Textinformationen, die beim Besuch einer Website gesetzt werden und Informationen des Besuchers sammeln. Darunter fallen z.B. auch Shopping-Aktivitäten. Interagiert ein User mit einer Website oder auch einer mobilen App, so wird der User mit einem Cookie bzw. einem Tag auf der Seite gekennzeichnet, der eine Identifizierung im Werbenetzwerk möglich macht. Grundsätzlich ist ein Cookie bis zu 90 Tage aktiv. Verlässt der Nutzer nun die Seite wieder und ruft eine andere Seite auf, die Werbefläche beinhaltet, so können ihm mithilfe des aktiven Tags gezielt passende Werbeanzeigen ausgespielt werden.

Grundsätzlich verfolgt Remarketing das Ziel, ehemalige Besucher einer Website dazu zu bringen, diese erneut aufzurufen und eine Conversion zu tätigen. Dabei ist jedoch darauf zu achten, keine Besucher anzusprechen, die bereits einen Kauf auf der Plattform abgeschlossen haben. Eine Möglichkeit, das zu vermeiden ist, die Tags nicht auf Seiten zu platzieren, die nur während eines (abgeschlossenen) Kaufprozesses aufgerufen werden können. Interessant sind besonders User, die einen Kaufvorgang abgebrochen haben, um z.B. noch andere Angebote zu vergleichen. Das gezielte Anzeigen von Werbung kann dabei helfen, den User zu einem Abschluss der vorher abgebrochenen Conversion zu bewegen.

Google Ads bietet verschiedene Möglichkeiten, im Werbesystem registrierte Werbeflächen für Remarketing-Kampagnen zu nutzen. Hierbei kann Banner-Werbung oder auch das Ausspielen herkömmlicher Textanzeigen (Standard-Remarketing) betrieben werben. Weiter können früheren Besuchern, die den Google-Browser zur Suche verwenden mithilfe von Remarketing-Listen sogenannte Suchnetzwerk-Anzeigen ausgegeben werden. Unter Dynamischem Remarketing versteht man Anzeigen, die auf Produkte, Leistungen oder Angebote angepasst sind, für die sich ein User bei seinem letzten Besuch auf der Website interessiert hat. Dadurch ist es beispielsweise möglich, einem Nutzer, der online eine Uhr bestellen möchte und verschiedene Produkte vergleicht, auch auf anderen Seiten das eigene Modell zu präsentieren und ihn so schnellstmöglich vom Kauf zu überzeugen. Ist der Nutzer auf Video-Plattformen unterwegs, so können ihm im Rahmen von Video-Remarketing beispielsweise auf YouTube oder Apps, die im Werbenetzwerk registriert sind, auch Anzeigen ausgespielt werden.

Vorteile von Google Remarketing

Der wohl größte Vorteil, den Remarketing mit sich bringt, ist die interessensspezifische Zielgruppenansprache. Haben User bereits mit einer Seite oder mobilen App interagiert, so ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass diese auch zu einem Kauf oder anderen Conversion bereit sind, als andere interessierte User. Sie haben schließlich schon bei ihrem ersten Besuch auf der Seite ein bestehendes Interesse zum Ausdruck gebracht.

Weiter noch kann durch das gezielte Ausspielen von Anzeigen dem User erleichtert werden, zu der eigenen Website zurückzufinden. Vergleicht der Nutzer zum Beispiel verschiedene Angebote und hat das Produkt des Werbetreibenden noch immer vor Augen, so braucht es nur einen Klick auf die Anzeige, um zum ursprünglichen Angebot zurückzukommen.

Es ist mit Remarketing möglich, ganz gezielt Werbung sehr spezifischen Zielgruppen auszuspielen. So können zum Beispiel Nutzern, die bereits einen Artikel in ihren Einkaufswagen gelegt, diese Transaktion jedoch nicht abgeschlossen haben, eine Anzeige passend zu diesem Produkt ausgegeben werden.

Ein weiterer Vorteil ist die große Reichweite, die bei Remarketing mit Google Ads erreicht werden kann. In dem Werbenetzwerk sind mehr als zwei Millionen Websites und Apps verzeichnet, die eine mögliche Werbefläche bieten.

Wie auch bei der herkömmlichen Anzeigenschaltung mit Google Ads ist zum einen die Anzeigenerstellung und auch die Kostenkontrolle sehr leicht gemacht. Die Abrechnung erfolgt per CPC (Kosten pro Klick) und ist somit gut planbar. Darüber hinaus ist die Leistung der Kampagnen zu jeder Zeit transparent und somit einsehbar, welche Anzeige an welcher Stelle und zu welchem Preis ausgegeben wird.

Ist Remarketing DSGVO–konform?

Remarketing mit Google Ads wird durch die DSGVO nicht verboten. Wohl aber sind Anpassungen nötig, um die entsprechenden Anforderungen genau einzuhalten. Werden diese Anforderungen missachtet, drohen hohe Bußgelder. Unter anderem müssen die Websitebesucher ausfürhrlich informiert werden, bevor sie die Seite benutzen. Zudem muss die eindeutige Zustimmung der User für die Verwendung ihrer persönlichen Daten zu Marketingzwecken eingeholt werden. Diese Einwilligung sollte aufbewahrt werden, was zum Beispiel durch die Führung eines Protokolls erreicht werden kann. Außerdem muss der User jederzeit die Möglichkeit habe, seine Zustimmung zurückzuziehen.

Des Weiteren sollte die Datenschutzerklärung der eigenen Website entsprechend der aktuellen Anforderungen der DSGVO angepasst werden. So ist es zum Beispiel notwendig, anzugeben, wie die Website Cookies verwendet werden und ob Dritte (z.B. Plattformen, die man für seinen Online-Shop nutzt) Zugang zu den personenbezogenen Daten haben. Remarketing ist Datenschutz-konform, sobald in der Datenschutzerklärung auf die Verwendung von Remarketing durch Google Adwords verwiesen wird. Zudem müssen Besucher jederzeit die Möglichkeit haben, der Nutzung mittels Opt-Out zu widersprechen und sollten darüber auch immer informiert werden.

Fazit

Remarketing ist eine wirkungsvolle Möglichkeit, Nutzer auf die Website zurück zu holen und zu einer Conversion zu bewegen. Besonders bei ehemaligen Besuchern ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie an einer Leistung oder einem Produkt interessiert sind. Sich mit den verschiedenen Möglichkeiten des Remarketings mithilfe von Google Ads zu beschäftigen ist es auf jeden Fall wert. Natürlich sollte man sich im Vorfeld eingehend über die aktuellen Datenschutzverordnung informieren, um Geldstrafen zu vermeiden. Werden Remarketing-Kampagnen Datenschutz-konform durchgeführt, so ist der Erfolg sehr wahrscheinlich.

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