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Affiliate Marketing

Affiliate-Marketing bezeichnet ein digitales Vertriebsmodell. Unternehmen kooperieren mit Werbetreibenden bzw. Vertriebspartnern (engl. affiliates), die deren Produkte oder Dienstleistungen gegen eine Provision auf ihren eigenen Websites und Social-Media-Kanälen bewerben. Ein echtes Erfolgsrezept.

Das Werbeinstrument des Affiliate-Marketings zählt zum Bereich Performance-Marketing und ist inzwischen eine feste Größe im Bereich der Digitalwerbung. 2020 betrug das Marktvolumen für Affiliate-Marketing in Deutschland rund 650.000 Millionen Euro. In den USA lagen die Ausgaben für Affiliate-Marketing 2017 bereits bei stattlichen 5,4 Milliarden Euro – Tendenz: steigend.

Statista - Marktvolumen der Digitalwerbung nach Segmenten in Deutschland 2020

So funktioniert Affiliate-Marketing

Ein Online-Artikel verlinkt auf eine Unternehmensseite (Klick), ein Koch-Blog schaltet Banner für Küchenmaschinen (Lead) oder ein Webshop für Kinderkleidung, der zusätzlich Kinderspielzeug bestimmter Hersteller anbietet: Affiliate-Marketing ist im World Wide Web immer und überall präsent. Es bietet Händlern und Dienstleistern (engl. merchant oder advertiser) die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen mithilfe eines Netzwerks an geeigneten Affiliates oder Publishern online großflächig zu vermarkten und einer breiteren Zielgruppe zugänglich zu machen.

Dabei fungieren Affiliate-Netzwerke wie Awin, Belboon und Digistore24 oder Partnerprogramme von Website-Betreibern wie Amazon PartnerNet als Schnittstelle zwischen den Händlern und ihren Partnern. Die Affiliates bzw. Partnerseiten stellen die für die Vermarktung notwendige Infrastruktur bereit, übernehmen die technische Administration und – im Falle von Webshops – oftmals auch die finanzielle Abwicklung der über sie getätigten Käufe (Sales).

 

Vorteile für Händler & Unternehmen

Der wohl größte Vorteil für die Merchants bzw. Advertiser liegt in der Vergütung. Denn die Bezahlung im Affiliate-Marketing erfolgt ausschließlich erfolgsbasiert. Das heißt: Je nach Vergütungsmodell erhalten die Partner pro Klick auf ein Werbemittel (Banner, Ad, Online-Anzeige) oder für jede Bestellung über ihren Webshop eine vorab festgelegte Provision.

Fast gänzlich ohne unternehmerisches Risiko profitieren Produktanbieter und Dienstleister im Affiliate-Marketing durch die Einbindung ihres Contents auf passenden Partnerseiten so von höheren Umsätzen. Doch nicht nur: Als Unternehmen können Sie mit dieser Form des Performance-Marketings zudem potenzielle Neukunden gewinnen, den Traffic auf ihre eigene Unternehmens-Website erhöhen und ihren Bekanntheitsgrad steigern. Eine günstige Werbemaßnahme, deren Branding-Effekte für die eigene Marke man nicht unterschätzen sollte.

Auf der anderen Seite bietet Affiliate-Marketing Publishern die Möglichkeit, mit fremden Inhalten oder der Werbung für ausgewählte Produkte Geld zu verdienen. Ist der Content erst einmal auf ihrer Website oder ihren Social-Media-Kanälen platziert, erhalten Sie für jeden Klick, Lead oder Sale eine Provision. Daneben erhöhen ein attraktives Produkt oder eine beliebte Marke auch den Traffic auf die eigene Seite.

Erfolgsfaktoren im Affiliate-Marketing

Bei allen Vorteilen und positiven Effekten für Unternehmen und ihre werbetreibenden Partner: Affiliate-Marketing ist kein Selbstläufer. Damit der Einsatz dieses Werbeinstruments zu einer Win-win-Situation für alle Beteiligten wird, hier einige wichtige Tipps und Erfolgsfaktoren:
 

  • Nischen besetzen

Mainstream kann jeder. Unternehmen sollten sich über den USP ihres Produkts/ihrer Dienstleistung im Klaren sein und dementsprechend nach passenden Seiten für die Vermarktung suchen. Affiliates wiederum sind gefragt, wenn es darum geht, neue lukrative Themenfelder zu erschließen und spezielle Webseiten hierfür zu erstellen.
 

  • Hochwertiger Content

Content ist King – auch und gerade im Affiliate-Marketing. Ein einzelnes Produktfoto allein reicht hier oft nicht mehr aus. Hochwertige Texte, Hintergrundinfos zum Merchant selbst (Unternehmenshistorie, Markenkern, Nachhaltigkeitsstrategie) sowie ansprechendes Bildmaterial steigern die Klickrate und erhöhen die Chancen für eine Lead-Generierung oder einen Verkaufsabschluss.
 

  • Mobile first

Das Traffic-Aufkommen mobiler Endgeräte hat bereits 2016 im Affiliate-Marketing die Desktop-Nutzung überholt. Seit 2018 spielt auch die Geschwindigkeit der Mobile-Ansicht für das Ranking einer Seite insgesamt eine Rolle. Seiten, Shops und Apps müssen daher natürlich responsive sein. Außerdem gilt: Eine nutzerfreundliche Bedienoberfläche, ein einfacher Bestellvorgang mit wenigen Schritten sowie die einfache & schnelle Bezahlung erleichtern Usern den Zugang zu einem Webshop.
 

  • Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Nutzen Sie das Potenzial Ihrer Partner! Oft sehen Advertiser ihre Affiliates als reinen Vertriebskanal. Sie übersehen, dass ein offener Austausch und persönliche Ansprechpartner für Fragen und Anregungen wichtige Voraussetzungen für den Erfolg eines Partnerprogramms sind. So müssen URLs und Links stets auf Stand sein und News sowie Produktneuheiten schnell den Weg auf die Webseiten ihrer Partner finden. Darüber hinaus verfügen Affiliates oft über entscheidendes Insiderwissen zu Konkurrenz und Zielgruppe oder wissen, mit welchen Konzepten ggf. andere Webshops erfolgreich sind.
 

  • Customer-Journey kennen

Von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Kaufabschluss: Wer die Customer Journey seiner Kunden durch die Online-Marketing-Kanäle trackt und analysiert, kann wichtige und vielleicht ungenutzte Touchpoints aufdecken und sein Marketingbudget sinnvoll einsetzen. Hierfür müssen sich Merchants allerdings Zeit nehmen und die nötigen Ressourcen bereitstellen.
 

  • Angemessene Vergütung

Wie bereits erwähnt, erfolgt die Vergütung im Affiliate-Marketing performancebasiert. Nur bei Leistungserbringung wird auch eine entsprechende Provision abgerechnet. Zu den gängigen und am besten messbaren Vergütungsmodellen zählen:

  • Pay-per-Click (Provision pro Klick eines Users auf das Werbemittel): hohe Reichweite & viel Traffic, aber wenig Aussagekraft
  • Pay-per-Lead (Provision pro Kontaktaufnahme eines potenziellen Kunden): eignet sich z. B. bei beratungsintensiven Produkten, nur qualitativ hochwertiger Traffic wird vergütet
  • Pay-per-Sale (anteilige Provision bei Kaufabschluss eines Kunden): Oft werden die Gesamtumsätze eines Kunden beim Affiliate über einen längeren Zeitraum vergütet.

Oft werden Kunden durch Gutscheinportale oder Blogs mit redaktionellen Inhalten auf Produkte und Dienstleistungen aufmerksam, deren Betreiber jedoch nicht in den o. g. Vergütungsmodellen berücksichtigt sind. Um auch solche wichtigen initialen Partner für den Kaufanstoß zu halten, sollten Unternehmen zusätzlich über alternative Vergütungsformen für Publisher nachdenken, z. B. in Form eines Werbekostenzuschusses.

Fazit

Affiliate-Marketing ist aus dem digitalen Alltag nicht mehr wegzudenken und ein Werbesegment, das Unternehmen und ihren Vertriebspartnern im Netz viele Chancen und Möglichkeiten bietet. Wenn sich sowohl Merchants als auch Affiliates an bestimmte Spielregeln halten, miteinander im Austausch bleiben, einander auf Augenhöhe begegnen und faire Abrechnungsmodelle finden, bedeutet das eine gewinnbringende Zusammenarbeit für alle Parteien.

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